50 ist das neue 30

Ja meine lieben Mitfünfziger, ich denke das würden wir alle unterschreiben, denn im Gegensatz zu vorhergegangenen Generationen und das sieht man doch schon an den eigenen Eltern, sind wir geradezu hipp. Meine Mutter jedenfalls hat keinen Computer und kein Handy. Sie kann also nicht online-shoppen und auch nicht mit ihren Freunden in der ganzen Welt auf Facebook kommunizieren. Sie fotografiert auch nicht ihr Essen, denn eine Digitalkamera hat sie auch nicht, ganz zu schweigen von einem Instagram Account, auf dem sie ihre Kochkünste dokumentieren könnte. Obwohl: ich würde ihre hervorragenden Suppenkreationen durchaus liken 😉

Wir sind also absolut fit im Kopf, gehen zum Workout, posten wie unsere Kinder und Kindeskinder (ich habe übrigens keine eigenen, sondern patchworke, wie sich das gehört in der Moderne) und sind jederzeit erreichbar. Mail, Twitter, Facebook, WhatsApp alles kein Problem. Und ja, ich bin auch überall dabei, wenn auch weitaus weniger professionell, als die Kids. Ich schätze die neuen Medien sehr, aber ebenso sehr schätze ich meine Erfahrung ohne den ganzen Schnickschnack. Vielleicht ist es dieser „Old School Style“, der mich auch gerne auf ein gutes Buch zurückgreifen läßt.

Mit 30 konnte ich mir nicht mal vorstellen so alt zu werden, geschweige denn, dass ich mir vorstellen konnte, dass ich mich eigentlich echt cool finde und die 49 wirklich genieße. Mit 40 hatte ich eine echte Sinnkrise und Midlife Crisis, die mich fast meine Ehe gekostet hätte, die zu diesem Zeitpunkt im 7. Jahr der Beziehung war (da ist was dran am verflixten 7. Jahr). Und jetzt fange ich an zu bloggen. Fazit: alles locker.

Tatsächlich ist der Nachteil an den 50, dass wahrlich alles locker wird. Besonders die überschüssigen Hautpartien. Arme hoch, wer „Winkeärmchen“ hat…schwabbel…ich finde es mittlerweile fast leidig mich zu fönen. Am besten, ich ziehe mir in Zukunft ein langärmeliges Shirt zum Fönen an 😉

Als ich mich bei einer meiner reglemäßigen Yogaübungen „der Hund mit dem Gesicht nach unten“ durch meine Beine im Spiegel gesehen habe, hätte ich beinahe vor Schreck gebellt, weil meine Backen fast über den Augen hingen. Unmittelbar sieht man es mir zum Glück nicht an, aber ich finde es schon mehr als lästig, dass die Haut einfach mir nichts dir nichts ihre Spannkraft einbüßt. Ich mache ja nun wirklich viel. Sport, Ernährung, Kosmetik, aber eines habe ich gelernt: es gibt keine Wunderdmittel, die das Alter aufhalten. Klar, ein gesunder Lebenswandel hilft, Gymnastik hilft aber nur eines hilft wirklich: die innere Einstellung mit älter werden anfreunden.

Denn Alter hat so viele Vorteile, mal abgesehen vom Bindegewebe. Ich genieße es ruhiger, gelassener zu sein, mich nicht über jeden Mist aufzuregen, nicht von der Meinung anderer über mich abhängig zu sein, mich nicht mehr vergleichen zu müssen, zu wissen was ich kann und zu akzeptieren was ich nicht kann. Kurz um: viel entspannter zu leben als in jungen Jahren, wo ich auf jeder Party zwingend tanzen musste.

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