Kochelsee, Bad Tölz und Murnau…

…sind eine Reise wert. Allen voran Bad Tölz.

Kochel am Kochelsee ist durchaus schön, aber seien wir ehrlich – grottenlangweilig. Um 7 werden die Bürgersteige hochgeklappt. Es gibt nicht mal eine vernünftige Kneipe. Man könnte sich aber natürlich mit der Dorfjugend ein schönes Augustiner auf dem Minigolfplatz reinziehen…alternativ sollte man tagsüber derart viel wandern, dass man todsicher müde ist und nach dem Abendessen unbedingt ins Bett will. Zu sehen gibt es aber schönes. Da wären die Häuser, läßt man mal außer Acht, dass diese durch eine viel befahrene Straße getrennt sind:

Und natürlich der See…gähn:

Aber zum Glück ist es nicht weit bis nach Bad Tölz und man bekommt mit dem Hotel eine Gästekarte, mit der man umsonst Bus und Bahn benutzen kann. Also nix wie weg aus Kochel und ins kleine aber sehr feine Bad Tölz. Traumhafte Lebensart, wunderschön, durchaus mondän, lecker und mit tollen Boutiquen versehen. Direkt an der Isar gelegen schlendert man auf den ‚ausgetretenen‘ Wegen des Bullen von Tölz. Ich bekenne mich als Fan von Ottfried Fischer. Es gibt natürlich schöne Biergärten, aber wir hatten uns in den Weinhandel Max Schwaighofer verliebt. Da saß es sich einfach gut, der Service war extrem zuvorkommend und der Wein prächtig.

Einzig, auch Bad Tölz klappt die Bürgersteige hoch….also zu Nacht wieder in unser teuer bezahltes Kämmerchen am Kochelsee, wo mein Mann sich am Balken über dem Bett fast den platterten Schädel gespalten hat (er schläft ohne Hut):

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Weiteres Ausflugsziehl für Reisende auf der Flucht vor Kochel treffen sich am Walchensee. Schön und bestimmt lohnend für Menschen, die gerne Surven wollen, oder mit geühlten 1000 anderen Menschen auf den Gipfel steigen wollen. Aber auch hübsch zum fotografieren und offenbar schön genug, um als Kulisse für Bully Herbigs „Wiki der Wikinger“ zu dienen, die er freundicherweise dort gelassen hat, damit man sich nicht völlig einödet. Aber EIN hübsches Kaffee gibt es immerhin:

Auch Murnau bietet hübsche Häuser und hat zumindest eine eigene Brauerei, die einen wirkich charmanten, mini-kleinen Biergarten hat. Hier steht eine berühmte Bierbank, nämich diejenige, auf der Ex-US Präsident Obama gesessen hat beim G8-Gipfel. Yes we Karg!

Zum Glück ist für meine Erheiterung gesorgt – ein Helferlein für alte Damen und natürich witzig –

Nun aber der ultimative Tipp für diese Gegend – einer der allerschönsten Biergärten ist das Kloster Benediktbeuren. Man sitzt großartig, speißt fürstlich und ist mit der Welt versöhnt:

Im Anschluß ging es auf die Wiesn nach München. Da war dann genügend Trubel für 3 Urlaube…

Echter Tipp ist Tölz und Benediktbeuren. Kochel und den Rest kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen, es sei denn, man macht Sporturlaub und ist auf der Suche nach absoluter Ruhe.