Mallorca von der beschaulichen Seite

Wir waren nach unserem ersten Mal 2012 auf Mallorca so begeistert, dass wir im Jahr drauf gleich noch einmal hingefahren sind.

Natürlich sind wir nicht zur Schinken- und Schlagermeile gereist, aber die Feierwütigen, deren Verständnis von Urlaub „Saufen bis zum Umfallen“ bedeutet, waren sowohl auf der Hin-, als auch auf der Rückreise im Flieger. Da kann einem die Vorfreude und die Entspannung im Anschluß fast vergehen, aber am Ende waren wir ja vielleicht auch mal so jung. Neeeeee….nicht wirklich!

Egal. Als wir das erste Mal im schönen Port de Soller, im Land der Apfelsinen waren, haben wir sehr viel erkundet. Port de Soller liegt im gebirgigen Teil der Insel, den Tramuntaaa, die Ziel der zahlreichen Wanderer sind. Wandern ist mit meinem Liebsten nur bedingt zu machen, also haben wir uns ein Auto gemietet und sind die näheren Ortschaften abgefahren.

Porte de Soller

Fornalutx – das schönste Dorf Spaniens

Da gibt es zum Beispiel das preisgekrönte „Schönste Dorf Spaniens – Fornalutx“. Und ja. Es ist wirklich wunderschön und sehr idyllisch:

Pollenca mit wirklich langer Treppe

Natürlich ist auch Pollenca wunderhübsch und hier gibt es eine ellenlange Treppe hinauf auf den Kreuzberg oder auch Kalvarienberg genannt. Mit 365 Stufen bei 36 Grad ist man dabei – also ich, denn mein Liebster wartet unterdessen im schattigen Café 😉 Ich liebe einfach zu sehr die Aussicht und meine Neugierde treibt mich auf jede Anhöhe und in jede dunkle Gasse. Denn, es könnte ja immer noch etwas warten, dass genau auf meine Entdeckung wartet.

Valdemossa – Chopin’s Favorit

In Valdemossa war relativ viel Tourismus anzutreffen, was allerdings daran lag, dass das Chopin-Jahr war. Künstler wie George Sand und Chopin waren hier gern gesehene Gäste und haben vom Dorf auf Mallorca geschwärmt. Natürlich mussten wir auch die Nase der Bronze Büste von Chopin streicheln, denn das soll Glück bringen – mal eben überlegen – stimmt…kann mich nicht beklagen 😉

Markt in Andraxt mit reichlich Leckereien

Port de Soller und Soller

Von Port de Soller kommt man mit einer hübschen historischen Bahn nach Soller selbst.

Ebenfalls ein hübscher malerischer Ort mit einigem Treiben, schönen Läden und Restaurants. Natürlich kann man dorthin auch laufen. Ein angenehmer Spaziergang von 30-40 Minuten, den ich häufig gerne in Kauf genommen habe, den der Ausblick…

Soller

Am frühen Abend, wenn der Strand schon ganz leer wird, gehe ich gerne nochmal baden, um mich für den Abend zu erfrischen. Bei unserem zweiten Malle Besuch, der eher im Zeichen des Genusses stand, haben wir das Cava entdeckt. Von zwei jungen Engländern gemanaged, ist man hier im Gin-Tonic Himmer. Sage und schreiben 68 verschiedene Gin-Tonic Kombinationen mit jeweils liebevoll ausgewählten Ingredienzien standen auf der Karte und die Jungs freuten sich so über unsere Begeisterung, dass sie uns regelrechte Kurse gaben. Alle haben wir nicht geschafft, obwohl wir jeden Abend dort eingelaufen sind und uns in Verbindung mit Tapas haben verwöhnen lassen. Es war einfach herrlich am Hafen zu sitzen und der Lifemucke zu lauschen, die jeden Abend zwischen schmusig und rockig wechselte. Seit dem sind wir regelrecht „angefixt“ von Gin-Tonic.

Die quirlige Hauptstadt Palma

Außergewöhnlich gut hat uns auch Palma selbst gefallen, wohin wir mit der historischen Bahn gefahren sind. Ein Erlebnis, das zwar Zeit kostet, aber verzaubernd ist. Eine lebhafte, sehr schöne Stadt, die neben Kathedrale, Stadtstrand, wunderbaren Kneipen und Restaurants, zahlreiche malerische Ecken zu bieten hat. Kein Wunder, dass jeder dort bleiben will und das offenbar große Probleme hinsichtlich Wohnraum für die echten Mallorquiner mit sich bringt. Wie schade, dass Touristen nie wirklich den Lebensraum der besuchten Orte respektieren können.

Wo die Schönen und Reichen residieren – Deja

Wenn man eine Wanderung von Port de Soller aus machen möchte, bietet sich auch Deja an. Der wohl teuerste Ort der Insel, wo sich die Reichen und schönen die Hand geben. Leider war ausgerechnet an dem Tag kein Fotowetter, aber immerhin konnten wir uns im Café vor dem Nieselregen verstecken und Bob Geldorf beim Essen mit Familie beobachten.

Auf dem Weg sind wir an einer wunderschönen Finca, bzw. Gästehaus Son Bleda vorbeigekommen, wo wir uns völlig verschwitzt ausgeruht haben, um gleich am nächsten Abend ein romantisches Abendessen dort einzunehmen. Ein mit viel Liebe zum Details restauriertem Anwesen, das sehr ruhig gelegen in der Nähe von Soller liegt und von einem kölschen Pärchen geleitet wird. Traumhaft.

Und hier noch ein paar Impressionen, die hoffentlich Lust auf mehr machen: