Pros und Kons bei Instagram

Liebe Hashtager, heute Morgen hab ich mir mal Gedanken über Instagram gemacht. Vielleicht, weil ich wie jeden Morgen meinen Outfit zum einen viel zu lange überdacht habe? Ja, möglicherweise ist das der Grund. Denn seit ich mit Instagram begonnen habe, aus einer Laune heraus, bin ich zugegeben ein bißchen süchtig.

Kontra: Nervfaktor, Followergier, Neid

Da sind wir sicherlich bereits bei den Kontras. Ich muss einfach alles und jedes fotografieren. Und unabhängig davon, das fotografieren schon immer eine Leidenschaft von mir war, kann das für meine Umwelt echt lästig werden. Besonders mein Mann reagiert leicht gereizt, wenn ich zu lange für’s losgehen brauche, weil ich dann doch nochmal die Jacke, oder die Tasche wechsle und die Wahl der Sonnenbrille zur Geduldsprobe wird.

Screenshot_2018-09-04 Nicole Kirchdorfer ( nkirchdorfer) • Instagram-Fotos und -Videos
Hier geh’t zu meinem Insta-Profil

Und mein Account hat auch ein bißchen seine Unschuld verloren. Spätestens, nachdem ich mir mal eine kostenloses Online-Seminar von Carla Biesinger angesehen habe, wo es um das Instagram Profil und „How to generate Follower“ ging. Danach habe ich meinen Account, der bis dato ungefähr 60 Follower hatte genau angesehen und alles, was nicht in das allgemeine Schema passte gelöscht. Auch heut poste ich manchmal einfach noch Bilder vom Abend. Ein klitzekleiner Einblick in meine Welt außerhalb von Mode, die ich nun einfach mal liebe – also sowohl meine Welt, wie auch die Mode. Allerdings lösche ich auch diese Bilder nach kurzer Zeit, um wieder einen stimmigen Auftritt zu haben. Der Erfolg? Nun ja. Mittlerweile habe ich fast 500 Follower – ein Fliegenschiß verglichen mit den erfolgreichen Instas, denen ich zum Teil folge. Aber immerhin…

Mein Interesse auf Instagram ist ganz klar: Mode für und von Frauen über 50 (bin zwar noch bis Dezember 49, aber #49 gibt’s wohl eher selten) und auf meinen Blog aufmerksam machen, der wirklich mein Herzblut zur Zeit ist.

Und da kommen wir zum nächsten Kontra: es gibt ein paar Profile, denen ich nur zu gerne folge, weil ich sie wirklich cool finde. Da kommentiere und like ich auch gerne. Bei anderen habe ich manchmal das Gefühl, dass nur deswegen kommentiert wird, um sich seiner Follower zu versichern, denn was man da teilweise sieht hat mit diesem viel beschworenen „ästhetischen visuellem Medium“ für meine Begriffe nicht viel zu tun. Oftmals frage ich mich bei dem einen oder anderen Bild: wie kann es sein, dass hier über 600 Likes drauf sind? Das Bild ist grausig, die Person – ganz objektiv – vollkommen geschmacklos und obendrein wirklich unattraktiv. Geht es da vielleicht einfach nur um Authentizität? Keine rhetorische Frage, weil ich tatsächlich keine Antwort parat habe. Am heftigsten finde ich dann, dass die eine oder andere auch noch Werbeverträge hat. Nichts, wofür ich werben wollen würde, aber immerhin. Da bin ich doch glatt neidisch, gebe ich zu, wenn auch immer noch vollkommen ratlos.

Pro: Inspiration, Selbstbewußtsein, Modemut

Na egal. Kommen wir zu den Vorteilen. Gerade heute morgen, wo ich eigentlich einen Anzug anziehen wollte, dachte ich „Hm, hatte ganz schön viele Hosen auf Instagram in letzter Zeit. Mal wieder Zeit für einen Rock Post.“ Gesagt, getan.

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Und dann nehme greife ich mir eine Kombi aus einem ‚alten‘ Rock, einem Blazer, den ich eigentlich gerade auf Ebay verkaufe (muss ich gleich mal rausnehmen) und wickele einen Gürtel drum. Also darauf wäre ich früher nicht ohne weiteres gekommen. Und tatsächlich inspiriert mich Instagram tagtäglich. Oft denke ich: „Wie cool dieses Outfit ist. So was ähnliches hab ich doch auch im Schrank. Probiere ich Morgen gleich mal aus.“

Vor allem Kleinigkeiten, die bei Spießern für ein mildes Lächeln sorgen, wie die Tatsache, dass ich heute mal Söckchen mit meinen Lackschuhen kombiniert habe, sind auch für mich mutiges Neuland. Schlussendlich muss man den Blicken ja durchaus selbstbewußt standhalten 😉

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Fehlt nur noch eines, bevor ich in meinem derzeit düsteren Ankleidezimmer, bzw. meinem Mädchentraum, die morgendlichen Fotos mache. Düster übrigens, weil der Rollladen nicht mehr hochgeht. Da hat man solchen Schnickschnack wie elektrische Rollläden und gehen die Drecksdinger nicht mehr auf, grrrrr….

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Mein Mädchentraum in unserer wunderbaren neuen Wohnung

Egal. Die passende Tasche fehlt. Schnell auf die Leiter und eine Tasche vom Schrank angeln und fertig ist das komplette Outfit:

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Fazit: Im Moment überwiegen für mich die Vorteile. Der größte ist sicherlich die Inspiration, denn ich lese keinerlei Modemagazine. Hach – noch ein Pro: kostenlos 😉

Der größte Nachteil ist die Zeit, die es kostet…aber so lange ich die habe, mache ich weiter.

Klamotten sind übrigens von:

Rock & Schuhe – Marc Cain

Tasche – Pinko

Blazer – Baum und Pferdegarten (Schnäppchen bei BestSecret)