Zwischen Tüll und noch mehr Tüll

Jetzt mal Hand aufs Herz: wer von uns hat nicht zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben Prinzessin sein wollen? Also ich bin derart emanzipiert, selbstbewußt und fortschrittlich, dass ich es jetzt und hier zugeben kann.

Mit einer der Gründe, warum ich hin und wieder (meist auf meinem Stepper), „Zwischen Tüll und Tränen“ schaue. Ich hatte meinen Mann sogar gefragt, ob wir nicht ein zweites Mal heiraten wollen, weil ich bei meinem ersten Mal so gruselig ausgesehen habe. Keine Ahnung, was mich damals geritten hat, im Anzug zu heiraten. Aber so war es leider. Umso mehr wünschte ich mir, ich könne es RICHTIG wiederholen, wobei es mir ehrlich gesagt kein bisschen um die Zeremonie ginge, sondern lediglich um das Kleid. Ich hatte sogar schon mit einer Freundin, der es genauso geht, überlegt, ob wir nicht einfach mal zu einer Anprobe gehen und dort Fotos schießen, so dass ich zumindest ein Foto von mir in einem Brautkleid hätte. Der Termin war gemacht, aber am Ende habe ich, wie auch bei der Shopping Queen, doch einen Rückzieher gemacht…

Was also tun, um doch ein kleines bisschen Prinzessin zu sein?

Man legt sich einfach einen Tüllrock zu. Oder zwei.

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Rock: Marc Cain, Pullover: Boss, Sneaker: Hogan

Tüll gibt einem so ein wirklich weibliches, fluffiges Gefühl. Schwer zu beschreiben, wenn man nicht geheiratet, oder Ballett getanzt hat. Es ist leicht, luftig, aber nicht einfach zu stylen. Denn ein weit ausladender Tüllrock trägt gerne auf.

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Ich kombiniere ihn gerne mit hohen Sneakern, oder richtig derben Doc Martens Boots, um den Kontrast herauszukitzeln. Oben herum ist kastenförmig angesagt, damit nicht das ganze ‚Gewicht‘ auf dem ausgestellten Hüftbereich liegt und die Taille schreien kann „Hier bin ich!“.

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Einfach den Pulli, oder ein kastiges Shirt ein bisschen vorne (nicht mittig bitte) reinstecken, und schon sind die Proportionen im reinen. Mann könnte auch einen Gürtel zur Unterstützung anwenden, falls der Pulli zum Beispiel zu dick oder weit zum reinstecken ist:

Wichtig bei der Wahl der Outdoorvariante ist, dass sie entweder lang, oder kurz sein muss. Eine mittlere Länge zerstört die Proportionen und trägt wieder immens auf. Also in meinem Fall kurze Lederjacke drüber geworfen und fertig.

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Lederjacke: 7forallmankind (Schnäppchen von BestSecret)

Ein bisschen kräftigeren Prinzessinnen würde ich allerdings zu einer weniger ausladenden Variante raten:

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Sweater: Hope, Rock: Marc Cain, Sneaker: Hogan

Dieser Rock betont nicht die Hüften, ist aber durch den angedeuteten Lagenlook wunderbar leicht und super zu kombinieren, wenn man im Hüftbereich ein bisschen kaschieren möchte. Ich habe eine langes (an den Seiten offenes) Kapuzenshirt dazu kombiniert und wiederum die gleiche Sneaker-Basis mit blickdichten Strümpfen.

Übrigens gibt es nur einen Grund, mich auf den Herbst zu freuen und das sind die Strumpfhosen von Item M6, die langes Sitzen oder Stehen geradezu zum Vergnügen machen. Sie haben eine ordentliche Kompressionswirkung, die meinen alten Beinen sehr wohl tut. Dabei sehen sie kein bisschen nach Sanitätsfachhandel aus, sondern wie ganz normale Strumpfhosen. Ich habe sie ebenfalls in semitransparent, als Leggings und als Kniestrümpfe und schwöre drauf. Sie sind ein bisschen teurer, halten dafür allerdings ewig und bleiben genau dort, wo man sie hingeschafft hat (das Anziehen ist eine kleine Herausforderung). Ewiges Gezuppel, hochziehen, richten entfällt komplett.

Aber ich schweife ab…Layering ist ja nicht nur seit dieser Saison ein Thema und ich persönlich liebe es verschiedene Längen miteinander zu kombinieren.

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Man könnte ja nun auf die Idee kommen, hierüber kurz zu layern, das wäre allerdings keine gute, denn das Sweatshirt ist dazu zu weit auslaufend. Also lang drüber und lieber noch ein bisschen Farbe mit reinbringen:

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Mantel: Marc Cain

Auf diese Weise haben wir immer noch Lagen, aber wahrlich alles umschmeichelt, was da sein könnte.

Damit kann man sich dann überall sehen lassen, allen voran meine Instagram Fan und Ausgehgeheimtipp Albert in seinem Café a’petit 😉 Und mein Liebster mag’s auch.

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