Das Statementshirt – gesagt, getan…Oder was haben denn bloß alle gegen Midi?

Der Trend der Statementshirts ist ungebrochen und ich liebe ihn sehr! Ein Statementshirt setzt ein I-Tüpfelchen auf jeden Look, wie Anzug und Rock Kombis und kommt meiner Vorliebe für Stilbrüche entgegen.

Wichtig ist natürlich auch hinter den Statements auf dem Shirt zu stehen. Ich persönlich bin ja manchmal madig, aber meistens magisch, hihi

She’s mad, but she’s magic

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Besonders nett finde ich es ja auch, wenn die Statements zum Handeln auffordern. Da mach ich doch gerne mit:

Don’t walk – Dance

Und tanzen tue ich für mein Leben gerne! Leider ermangelt es Wiesbaden heutzutage an Tanzmöglichkeiten. Als ich mit 19 in die Stadt kam, da konnte man sich vor Diskotheken kaum retten. Während meines Studiums war ich mindestens 3 mal pro Woche tanzen, was meine Studiendauer zugegeben etwas verlängert hat. Natürlich in verschiedenen Discotheken, die alle ein bisschen anders waren.

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Gerade erwische ich mich dabei, dass heute manchmal wie meine eigene Oma denke: Früher war mehr Lametta…war’s ja auch! Spätestens seit dem Techno-Trend bin ich raus. Für mich hat das nichts melodisches und Musik muss mir in die Hüften und ins Herz fahren. Dann gibt’s allerdings auch kein Halten und ich verlasse die Tanzfläche definitiv nass geschwitzt.

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Wo ich mir hier nochmal meine Midi-Rock Bilder ansehe, fallen mir die Kommentare auf mein kürzliches Bild auf Instagram ein. Mit meinem neuen (natürlich vom letzten Jahr) Midi-Rock. Ich hatte dazu bemerkt, dass er schön die zusätzlichen Pfündchen von Weihnachten verbirgt. Ich war sehr überrascht, dass die Mehrheit sagte, sie würden den bei mir zwar cool finden, aber ihnen selbst würde es nicht stehen.

 

Irgendwie kann ich es gar nicht glauben, weil ich persönlich finde, dass die Midilänge sehr figurschmeichelnd ist. Komisch auch, dass dennoch viele Culottes tragen, die ich wiederum problematisch finde, weil sie im Grunde nur sehr dünnen (zumindest was Hüfte und Oberschenkel betrifft) und/oder großen Frauen stehen.

Der Frust mit den Kilos

Nicht überrascht haben mich die Kommentare wie:

Wo hast Du Dünnes denn Feierpfündchen?

Ist natürlich nicht das erste Mal, dass ich das höre. Die meisten Menschen, die mich nicht kennen, denken

Du hast es gut, kannst alles essen und wirst nicht dick

Stimmt nicht. Ich hatte mal gute 20 Kilo mehr, die mich seinerzeit eigentlich auch nicht gestört haben, weil ich immer schon sportlich war und alle anderen hat’s offenbar auch nicht gestört. Neumodische Unart-Phänomene wie Mobbing oder Hating gab’s ja damals noch gar nicht zum Glück, also hab ich einfach nur größere Größen getragen und war ein ’normaler‘, großmäuliger Teeny und Twen.

Als ich aber mal in völlig banalem Liebeskummer verfallen war, habe ich sehr automatisch, sehr schnell abgenommen, weil ich mich ordentlich im Selbstmitleid gesuhlt habe. Das Ergebnis hatte mir dann allerdings so gut gefallen, dass ich letztlich weder den Typen, noch die Kilos wiederhaben wollte. Seitdem, also seit ca. 30 Jahren achte ich auf meine Ernährung und diszipliniere mich, sobald meine Lieblingshose kneift. Ich wiege mich nie, aber meine Klamotten sollen passen und ich muss mir in meinem Körper gefallen. Tatsächlich waren und sind (Ballett-)Tänzerinnen und natürlich die unsterbliche Audrey Hepburn meine Vorbilder.

Fakt ist allerdings, dass sehr schlank zu sein Arbeit kostet. Und zwar heute mehr als damals, weil der Stoffwechsel ebenso altert, wie die Haut. Wieviel jeder bereit ist an Energie und Disziplin zu investieren, bleibt ihm schlussendlich selbst überlassen.

Abschließend möchte ich sagen: Jeder sollte tragen worin er sich wohlfühlt und was das Wohlfühlgewicht betrifft, so ist das genauso individuell, wie der eigene Stil.

Also Mädels: bleibt wie ihr seid, oder werdet, wie ihr sein wollt!