Social Media en nature

Mann, war das ein Wetterchen letztes Wochenende. Knackig kalt und traumhaft schön. Warm eingekuschelt habe ich mich mit einem neuen Buch, Müsli und Kaffee auf den Balkon gesetzt und gute drei Stunden gelesen. Nach dem die Vegetarierin mich am Samstag so richtig durchgeschüttelt hatte, bin ich ganz zögerlich an ein neues Buch herangegangen, aber wieder einmal sehr angetan – ich werde berichten.

Apropos berichten. Ich bin ja nicht mehr wirklich präsent auf Instagram. Hin und wieder stelle ich ein Foto ein, aber deaktiviere die Kommentarmöglichkeit. Zu meinen Hochzeiten (HOCHzeiten, nicht Vielheiraterei), als ich Insta mindestens drei Stunden pro Tag bespielt habe, mussten bis zu dreihundertfünfzig Kommentare beantwortet werden. Dazu fehlt mir einfach der Sinn heutzutage. Das heißt ganz und gar nicht, dass ich Mädels nicht nach wie vor gerne habe, oder mich nicht mehr über Herzchen freue. Im Gegenteil, aber das Medium ist mir einfach zu pflegeintensiv und zu modelastig. Wenn man nicht jeden Tag postest, verliert man Unmengen an Reichweite, dabei hat das nicht im Mindesten etwas mit der Qualität zu tun. Da lese und kommentiere ich lieber meine zahlreich abonnierten Blogs und schreibe an meinem eigenen.

Wenn ich dann aber über Instagram Direct solche Kommentare bekomme, freue ich mich arg.

Mein Blog ist für mich keine Arbeit. ich stresse mich nicht, habe keinen Plan, was ich Morgen oder gar in zwei Wochen schreibe. Oft überkommt es mich bei meinen ausladenden Spaziergängen, was ich gerne kommunizieren würde. Eine Stimmung, Musik, ein Buch, oder eine neue Klamotte. Wobei der Fashion Fokus seit Corona echt leidet, was allerdings sehr positiv ins Thema Nachhaltigkeit einzahlt.

Anyway. Der obige Kommentar ist wirklich sehr süß und hat mich just in dem Moment erreicht, wo ich mich sehr über mich selbst geärgert habe, ob meiner mangelnden Sorgfalt bei der Arbeit. Danke, liebe Beautifullife1411! You made my day.

If I ain’t got you

Und apropos „ohne Plan schreiben“… hier kommt die nächste Erinnerung, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Weil es so schön war.

So schön, dass ich letzten Sonntag am liebsten bis nach Krefeld am Strand entlang gelaufen wäre. Mit Musik auf den Ohren. Diesmal mit ganz sanften Tönen.

Und mehr gibt’s heut nicht mehr. Nur Bilder mit Musik (aber kommt wieder rüber von Youtube, ja?!).

Alicia Keys – If I Ain’t Got You (Live from iTunes Festival, London, 2012)

Some people live for the fortune
Some people live just for the fame
Some people live for the power, yeah
Some people live just to play the game

Some people think that the physical things
Define what’s within
And I’ve been there before but that life’s a bore
So full of the superficial

Ganz wie am Meer – was braucht es noch?

Some people want it all
But I don’t want nothing at all
If it ain’t you, baby
If I ain’t got you, baby

Ich bin schockverliebt!

Some people want diamond rings
Some just want everything
But everything means nothing
If I ain’t got you, yeah

Und träume gänsehäutig vor mich hin.

Some people search for a fountain
That promises forever young
Some people need three dozen roses
And that’s the only way to prove you love him

Und beim nächsten Spaziergang mache ich mir auch ein Feuer und bleibe…

Hand me the world on a silver platter
And what good would it be?
With no one to share
With no one who truly cares for me

Some people want it all
But I don’t want nothing at all
If it ain’t you, baby
If I ain’t got you, baby

…noch ein bisschen länger…

Some people want diamond rings
Some just want everything
But everything means nothing
If I ain’t got you, you, you

Some people want it all
But I don’t want nothing at all
If it ain’t you, baby
If I ain’t got you, baby

Scheiß auf Diamantringe

Some people want diamond rings
Some just want everything
But everything means nothing
If I ain’t got you, yeah

Ein Flieger! Seltenes Bild derzeit…

If I ain’t got you with me, baby
Said nothing in this whole wide world don’t mean a thing
If I ain’t got you with me, baby

and out.

Oder noch ganz kurz. Weil ich neulich einen Gitarrensong gesucht hatte. Leider nicht weihnachtlich, aber … hört selbst.

and jetzt out.

12 Kommentare zu „Social Media en nature

  1. Liebe Nicole, ich finde deine Erfahrungen mit Instagram total interessant, zumal ich dich zu deinen HOCHzeiten dort noch nicht gekannt habe. Aber ich bin absolut bei dir – Instagram ist für mich auch nur so ein Beiwagerl, das ich eben aus zeitlichen Gründen eher selten bediene. Natürlich treffen wir dort auch auf Menschen, die wirklich nett sind und die wir ansonsten wohl nie kennengelernt hätten und über nette Kommentare und Messages freue ich mich auch. Aber trotzdem bleibt bei mir der Blog im Vordergrund und ich liebe den Austausch, der generell über die Blogs möglich ist. Außerdem bin ich beeindruckt, dass du es schaffst so regelmäßig zu posten, auch wenn du keine Vorausplanung machst. Das ist übrigens auch so ein Punkt, bei dem wir uns treffen – bei mir ist auch selten klar, worüber der nächste Beitrag geht, bis ich ihn schreibe und schon gar nicht habe ich einen konkreten Plan, was in den nächsten Wochen so online gehen wird. Doch zu einer Regelmäßigkeit finde ich derzeit nicht, da mir das Leben immer wieder dazwischengrätscht – daher mal schauen, was und wann ich das nächste Mal schreibe 😉
    Hab einen wunderbaren Adventstag und alles Liebe Gesa

    1. Hi Gesa, dafür sind Deine weniger häufigen Posts auch immer besonders. Bei mir ist es ja im Grunde nie mit Recherche verbunden, sondern ich plaudere so vor mich hin. Und natürlich ist das wahre Leben immer Priorität.
      Hab einen schönen Abend!

  2. Liebe Nicole,
    hachz, schwelg, schwärm. Rührselig halt, you know?;)
    Ich schwanke immer zwischen Plan und spontan. Und gebe dir mit Instagram recht. Natürlich in der Ambivalenz, mir ganz viele nette Follower dort wie auf dem Blog zu wünschen.
    Ich mag es bei dir. Was nicht nur daran liegt, dass ich mich mich wiederfinde…
    Also bleib so planvoll planlos. Ob am Lagerfeuer oder hier.
    Hab einen schönen Donnerstag.
    Liebe Grüße
    Nicole

    1. 😁 so wird’s gemacht. Und klein, aber fein zu bleiben ist mir lieber. Ich hab gar keine Lust drauf so viele Follower auf dem Blog wie auf Insta zu haben. Dann wäre ich schon wieder im Zugzwang. Ich genieße meine kleine Gemeinde 😘

  3. Die Bilder sind traumhaft schön. Ich hätte nichts gegen ein bisschen Sonne gerade, hier war es am letzten Wochenende nämlich einfach nur grau in grau in grau. Und anders wird das nächste Wochenende wohl auch nicht. Ich hätte vielleicht doch in Düsseldorf bleiben sollen. Andererseits liebe ich Hamburg sehr, auch mit Schietwetter.

    Instagram hat immer wieder die Tendenz, mir furchtbar auf die Nerven zu gehen. Da halten mich eigentlich nur einige sehr liebe Frauen. Seitdem ich den Account auf privat gestellt habe, muss ich wenigstens nicht mehr all die Ärzte, Piloten und Schauspieler entsorgen… Drei Stunden täglich Kommentare beantworten? Das wärs mir garantiert nicht wert. Bloggen tu ich, wenn ich Lust und Zeit habe und wenn mir etwas einfällt. Wenn nicht, dann eben nicht. Im Job MUSS ich schreiben, das reicht. In meiner Freizeit mag ich nichts müssen 🙂

    Ich bin eher Blog-Leser als Bildchengucker und vermutlich sind wir damit irgendwann echte Dinosaurier. Aber Dinos haben ja immerhin auch Fans 😉

    Liebe Grüße
    Fran

    1. hihi. Dinos…ich habe heute den Chef korrigiert, weil er in seinen Weihnachtsbriefen „Dir“ und „Dein“ klein geschrieben hat. Das hat mir in den Augen weh getan.
      Ich liebe schreiben und lesen. Und ich finde es im Grunde schade, dass man bei der Blogauswahl selektiv sein muss, weil es eben doch länger dauert hier zu lesen und zu kommentieren, als auF Insta einfach ein Emoticon reinzuwerfen.
      Anyway. Diesen Samstag gibt es die Chance auf noch 2 Stunden Sonne. Ich fange sie ein für Dich.
      Happy Weekend!

  4. Wunderschöne Bilder und was für ein Sonnenuntergang – da kommt ohnehin kein Diamantring dagegen an 😉 Da kann man schon ins Träumen kommen – und letzten Sonntag hat es sogar hier in meinen Gefilden die Sonne durch den Nebel geschafft. Viele Grüße und einen schönen Abend! Barbara

  5. So traumhaft schöne Fotos Nicole, richtig schön bei Euch, ich war erst einmal kurz in Düsseldorf. Das werde ich nachholen und Du wirst mir so einiges zeigen können. Bei mir ist es so, dass der Blog zugunsten von Instagram leidet. Irgendwie eine Zwickmühle, aber irgendwie auch nicht, ist ja nur Hobby, was nicht heißt, dass ich mich nicht ärgere, wenn ich wieder Reichweite verloren habe, aus Zeitmangel oder weil es Wichtigeres gibt im Leben. Aber das sind Luxuxprobleme…
    Hab einen schönen Start ins Wochenende meine Liebe
    Sigi

    1. Das stimmt. Luxus pur und ich freue mich jetzt schon, wenn wir uns mal live kennenlernen!
      Und Düsseldorf ist wirklich, wirklich super schön. Ich bin regelmäßig begeistert, dass z.B. sogar Wert auf die perfekte Auswahl der Straßenlaternen gelegt wird. Hätte ich neulich fast drüber geschrieben, hihi.
      Ich wünsche Dir ein tolles Wochenende!

  6. Hi Nicole,
    achja, das liebe Instagram. Ich mags ganz gerne, finde es auch oft inspirierend und mir macht es auch Spaß, dort Inhalte zu posten und so… – aber wenn ich mir vorstelle, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreiten müsste: Hilfe! Das wäre echt mein Albtraum. Für viele ist Influencer ein Traumberuf, für mich wäre es eine Qual und würde jegliche Kreativität killen, das wüsste ich jetzt schon. Zumal es einfach Wahnsinn ist, wieviel Zeit man investieren muss – wenn du schon sagst, du hast früher mindestens drei Stunden pro Tag investiert – wow! Ich würde das gar nicht unter bekommen und ich kann absolut verstehen, dass du da die Bremse gezogen hast.
    Wunderschöne Fotos übrigens! Bei uns ist es auch heute schön sonnig-kalt, daher habe ich eben die Zeit für eine Runde laufen genutzt – herrlich!
    Hab ein tolles Wochenende!

    1. Komme auch gerade wieder von draußen rein, liebe Vanessa. So kann es wegen mir echt bleiben.
      Die drei Stunden hatte ich, als ich arbeitslos war. Wie die Mädels mit Job das machen ist mir unerklärlich. Schließlich gehen (gingen) für Fotos machen ja noch Stunden ins Land. Ist eben nicht umsonst ein eigenständiger Beruf.
      Zu dem Zeitpunkt hat mir die Aufmerksamkeit gut getan. Und ich kann verstehen, wie man daran hängen bleiben und süchtig nach werden kann. Ich bin nur froh, dass es mich nicht mehr die Bohne interessiert, wie viele Follower ich habe und dass ich ohne Probleme ohne Handy auskomme. Das war damals echt anders und hat angefangen die Leute in meiner Umgebung zu nerven…
      Ich wünsche Dir jedenfalls ein schönes Wochenende!

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