Heute habe ich eine zauberhafte Liebesgeschichte für Euch. Genauer gesagt sogar zwei.

Es weihnachtet. Wir alle werden angesichts der frühen Dunkelheit und der romantischen Illumination ganz besinnlich. Also ich zumindest.

Außerdem natürlich Zeit sich einzukuscheln. Bei mir sowieso, denn ich treibe das Energiesparen (rein aus sportlichem Ehrgeiz) auf seine Eiszapfen-Spitze. Will sagen: meine Heizung ist noch aus. Also ist abends Wärmflasche, Couch, Decke und herzerwärmendes Buch angesagt.

Und vorliegendes, das schon 2013 erschien, hat mich gar sehr erwärmt – malgrado tutto / trotz allem.

Nicht auf den Hintergrund schauen meine Herren 🙂

Meine wunderschöne in Leinen gebundene Büchergilden Ausgabe hat mich nach Italien, kurz vor Kriegsende 1944 entführt. Die Geschichte springt zwischen dieser Zeit und heute. Heute lernen sich Marco und Julia kennen, verlieben sich heftig und bleiben bei ihrer gemeinsamen Reise in San Vito, einem kleinen Kaff in der Toskana hängen. Hier erfahren sie von der Liebesgeschichte Mortimers und Miss Mollys.

Und zwar vom Zeitzeugen Mortimer, einem Amerikaner, der 1944 abgeschossen, vor den Füssen der etwas spröden englischen Lehrerin landet. Sie versteckt ihn, sie lernen sich zu lieben (trotz eines großen Altersunterschiedes) und zu überleben. Aber das Kriegsende trennt sie.

Zumindest so stellen Marco und Julia sich das vor, denn da Mortimer derweil nach USA zurückmuss, spinnen sie die Geschichte des Paares einfach allein weiter und machen sie sich immer mehr zu eigenen. Denn auch die Beiden müssen sich wieder trennen. Er macht seinen Facharzt in Italien, sie beendet ihr Studium in Wien.

Doch mindestens einmal jährlich verbringen sie einige Wochen in dem Örtchen und nehmen die Fährte der Geschichte wieder auf.

Geht eine solche Fernbeziehung gut? Heute gibt es keine Spoiler von mir 🙂 Nur noch ein paar Pressestimmen, die ganz offensichtlich der gleichen Meinung sind wie ich:

  • „Ein raffiniert erzähltes, schönes Märchen, dessen Romantik von der Sehnsucht bestimmt wird, im Leben nicht nur Schrecken und Finsternis zu finden, sondern auch Glück und Geborgenheit.“ Wolfgang Huber-Lang, Austria Presse Agentur, 20.08.13
  • „Peter Henisch ist ein zauberhafter Roman geglückt, eine luftig-leichte Liebesgeschichte, die von den Abgründen des Kriegs und den Höhenflügen erotischer – und nicht nur erotischer – Begegnung erzählt. Ein Sommerroman mit heiter-melancholischen Zügen.“ Günter Kaindlstorfer, Ö1, 23.08.13
  • „Eine zwischen Heiterkeit und Melancholie in gekonnter Schwebe gehaltene menschliche Komödie, die nicht nur italophile Leser erfreuen wird.“ Walter Titz, Kleine Zeitung, 14.09.13
  • „Der Lorbeer für den besten Liebesroman der Saison ist Peter Henisch zu reichen.“ Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 26.09.13
  • „Eine intensive und prekäre Liebesgeschichte, deren Lektüre Spaß macht und, man möchte es kaum glauben, Hoffnung vermittelt.“ Walter Grünzweig, Der Standard, 28.09.13

Ein wirklich schönes Geschenk womöglich.

Ansonsten wird am Wochenende endlich dekoriert. Ich kann kaum glauben, dass am Sonntag schon der erste Advent ist. Irgendwie kommt Weihnachten doch jedes Jahr wieder unerwartet.

In diesem Sinne wünsche ich ein besonders kuschliges Wochenende!