Denn es weihnachtet doch überall sehr. In meiner Wohnung eh, aber sogar im Wald sind Grinche nicht sicher…

So gesehen gestern bei einem Waldspaziergang in meinen alten Gefilden. Fast ein bisschen spät für den Indian Summer, aber früh genug für zarte Weihnachtspflänzchen. Denn wie ich da so gehe, die hin und wieder durchblinzelnde Sonne genieße und die Farben des Waldes bewundere, da taucht zwischen all den Laubbäumen ein dünnes Tännchen – keine Ahnung, warum ich im Verniedlichungsmodus bin / möglicherweise, weil ich „White Christmas“ höre – da taucht jedenfalls zwischen den Laubbäumen eine Tanne (klein – quasi ein Tännchen) auf, dass irgendwie merkwürdig anmutet. Je näher ich komme, desto offensichtlicher wird, dass sich hier einer, oder mehrere Weihnachtsverrückte (wieso war ich nicht dabei?) ausgetobt hatten.

Sie haben mitten im Wald einen Tannenbaum geschmückt. Das nenne ich mal nachhaltig, ökologisch und zuckersüß. Nicht abholzen und ins Wohnzimmer stellen, sondern vor Ort (so stelle ich es mir vor) mit Freunden und Thermoskannen Glühwein besinnlich sein. Bei meinem nächsten Spaziergang bringe ich eine Kugel (und womöglich einen Glühwein) mit 🙂

Und OMG ich hätte fast den 1. Advent verpasst, denn ich hätte geschworen der sei nächste Woche, so dass ich also noch Zeit für die Weihnachtsdeko habe. Aber nein. Da kommt es doch auch dieses Jahr wieder vollkommen überraschend.

Aber ist ja nicht so, als läge nicht alles in Reichweite. Mein ebenfalls nachhaltiger Adventskranz braucht ja nur neue Kerzen…hm…vielleicht noch ne neue (Schneeflocken)Lichterkette….hm….bisschen Engelshaar schadet auch nicht und…Trommelwirbel….fertig.

Aber mit Weihnachtsmucke im Rücken komme ich gerade erst in Fahrt. Wie jedes Jahr (sag nochmal einer ich sei keine Ökemöke) bemühe ich meinen Metall’Baum‘ und wickle vorsichtig all die Kugeln und Figuren aus, die ich nun ein Jahr lang nicht gesehen habe. Und freue mich wie ein Kind über jede einzelne.

Ich schätze es hat mit meinem Geburtsdatum zu tun (fast Christkind), dass ich jedes Jahr wieder zum Kind mutiere, das mit offenstehendem Mund vor Weihnachtsbäumen steht, die Lichter und den Duft genießt und ganz und gar besinnlich wird. Und ich gebe unumwunden zu, dass ich daheim Weihnachtslieder höre. Gerne natürlich verjazzt, verrockt, oder versoult.

Deko ist jedenfalls done. Da hab ich mir wohl einen oder auch zwei Eierpunsch verdient, oder? Mit viiiiieeeel Sahne. Ist ja fast Weihnachten.

Habt eine wunderbaren 1. Advent, Ihr Lieben!

Für mich geht es später ins Kino. Zu Daniel Craig. Denn die Messer sind gewetzt. Wahnsinns-Besetzung mit Story álà „Eine Leiche zum Dessert“.