…umso großzügiger bin ich mir selbst gegenüber.

Denn mal ehrlich. Die eigenen Geschenke sind doch eh die besten, oder? Und weil ich als Kind mit NUR einem großen Geschenk, schließlich ist mein Geburtstag zu kurz vor Weihnachten, abgespeist wurde, beschenke ich mich heuer einfach mal dreifach. Ätsch.

Möglicherweise wird dem einen oder anderen nun klar, warum ich so penetrant gut gelaunt bin. Nicht nur, dass – wie vereinzelt erwähnt – ich dem Weihnachtszauber nichts entgegenzusetzen habe, nein, es hagelt auch Schönes.

Zugegeben, ich bin ein bisschen früh dran. Aber angesichts der heutigen Lieferzeiten muss man natürlich einen Puffer (hm…könnte ich heute auf dem Weihnachtsmarkt verzehren) einbauen. Ergo: sie sind schon da meine neuen Schätze.

Trommelwirbel…

Meine neue Lampe. Ich nenne sie liebevoll Flossi. Ja, es stimmt, ich neige zu Verniedlichungen álà Pupsi. Ich kann nichts dagegen tun.

Und ich habe mir in diesen kalten Tagen gleich zweimal Sommer gegönnt. Zum einen in Form eines weiteren Bildes des von mir geschätzten Künstlers Ludwig Favre. Ich liebe die Stimmung dieser Fotografie und freue mich schon darauf mich in dieser lasziven Leichtigkeit versenken zu können. Aber erst bekommt es noch einen schönen Rahmen, vom Rahmenheini 🙂

Ludwig Favre – Phoenix pool sunset 3

Und weil der Sommer noch soweit hin ist und ich mein gerahmtes Bild erst im Januar bekomme uuhuund weil ich thailändisches Essen sowie Massagen liebe, habe ich gebucht.

Im März geht es nach Phuket und ich bin schon jetzt aufgeregt. Ich werde es mir im März 9 Tage lang so richtig gut gehen lassen und alle Sonne tanken, die ich bekommen kann. Irgendwie scheint mir, als wären alle Menschen außer mir schon in Thailand gewesen. So wie ja auch alle schon Corona hatten, außer mir… Jeder hat dann Unmengen Tipps, aber ich werde mich einfach treiben lassen.

Mein Geburtstag und Weihnachten können also kommen. Ich habe mein Geld sinnvoll verprasst, bevor es noch mehr an Wert verliert. Möglicherweise werde ich nächstes Wochenende auch noch in meiner Lieblingsboutique in Wiesbaden (nicht in Wuppertal) einkehren, um meiner bevorzugten Marke SALE nachzujagen. Wobei ich mein Einkaufsverhalten in Sachen Mode seit Corona doch sehr verändert habe. Oder ist es gar nicht Corona, sondern das Alter?

Klar hat Corona – nicht nur bei mir – den Wunsch bei vielen Mensch bestärkt das Zuhause besonders schön zu gestalten. Und gleichzeitig hat die Zurückgezogenheit auch bewirkt, dass modische Kleidung vollkommen irrelevant wurde. Wem hätte man sie zeigen sollen?!

Tatsächlich ist mir diese späte Einsicht geblieben. Vermutlich ein bisschen bestärkt durch die Altershellsichtigkeit, dass andere einen gefälligst so zu nehmen haben, wie man ist. Heutzutage ist schon fast lustig durch alte Fotos zu scrollen und festzustellen, wie jung man mal ausgesehen hat. Aber ich sage es ganz ehrlich ich finde die meisten, eingeschlossen mich selbst heute cooler. Hat das damit zu tun, dass man seinen Stil gefunden hat? Dass man eher in sich ruht, trotz Falten? Dass man niemandem mehr was beweisen muss, so dass man einfach entspannter ist?

Hm…ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich diese riesige Klamottenauswahl, die ich immer hatte überhaupt nicht mehr brauche und auch nicht mehr will! Heutzutage nochmal die „Outfitoftheday“ aufzulegen und mir täglich neue Kombinationen einfallen zu lassen, käme mir gar nicht mehr Sinn.

Corona war doof, alt werden ist auch irgendwie doof, aber durch beides wurden und werden wir ein bisschen klüger.

Mit dem Wort zum Sonntag verabschiede ich mich auf den Microweihnachtsmarkt in meinem alten Kiez. Sehr schnuckelig.