Also mir ist gerade was so Glückliches passiert, dass ich es mit Euch teilen muss. Schwappt ja vielleicht rüber…ansonsten müsst Ihr mich kontaktieren, damit ich mein Yoga Euren individuellen Bedürfnissen widmen kann, neuerdings übe ich mich ja im Gutmenschentum.

Anyway. Die Geschichte beginnt vor Corona, denn zu diesem Zeitpunkt gehörte Shoppen noch zu meiner bevorzugten Wochenend-Beschäftigung. Wie so oft war ich im Hause Breuninger zu Gast und habe gefühlte achtzig Klamottenteile meiner bevorzugten Marke (SALE) übergeworfen. Bei welchem Teil genau ich dabei meinen Ohrring verloren habe, kann ich im Nachhinein natürlich nicht sagen, jedenfalls war einer meiner Tiffany Stecker weg. Und ich unglücklich. Denn das sind meine ultimativen Lieblingsohrringe, die ich seit vielen, vielen Jahren täglich trage.

Ich trug sie beispielsweise auch, als ich damals das erste Mal in Düsseldorf vom niederländischen Country Manager meiner alten Company gecastet wurde. Typisch holländisch direkt meinte er „Super. Du hast gleich die Batterien in den Ohren“. Ich erschien ihm offenbar wie ein energetisches Duracell Häschen mit meinem Ohrschmuck.

Jedenfalls war einer weg. Und auch noch so viel Breuninger nerven hat ihn nicht zurückgebracht. Wie auch? Er war die ganze Zeit bei mir.

Er war weder in meinem Pullover noch in Hemd-, Hosen-, oder Mantelaufschlägen. Nein, denn solche Verstecke kannte ich schon. Wie sich beispielsweise auch der Motorradhelm als ein beliebtes „Herausflutsch-Medium“ gezeigt hatte – aber in der Tiefgarage kommt auch alles wieder zum Vorschein. Nein. Er war….Trommelwirbel…..jetzt kommt’s….unter meinen Schuhen.

Als ich ein paar meiner Schuhe, die ich nicht mehr trage zum Verkauf an die Mädels in Wiesbaden fertig mache, kontrolliere ich, wie immer, ob die Sohlen auch ordentlich sind. Waren sie natürlich. Bis auf einen silbernen Fremdkörper, der sich….na jetzt ratet mal…..als mein verschollener Ohrring herausstellte.

Natürlich hatte ich seinerzeit versucht mir EINEN neuen zu kaufen. Ohne Erfolg. Werden nur paarweise verkauft. Tiffany ist eben nicht irgendeine Bude. Also musste ich in den sauren Apfel beißen und vollkommen ohne SALE ein Paar erwerben. Einer in Reserve konnte ja nun nicht schaden.

Hm. Jetzt hab ich zwei in Reserve. Doppelt gemoppelt hält besser.

Ich bin glücklich und erfreut und hatte die Schuhe ganz offensichtlich tatsächlich viel zu selten an, denn der Ohrring ist vollkommen ok. Gut, dass ich noch immer im Entrümpelungs- bzw. Verschlankungsmodus bin.

Gut, dass ich oft genug eher Glück habe, als für meine Schusseligkeit bestraft zu werden. Obwohl ich zum Thema „Lehrgeld bezahlen“ noch eine ganze Menge Stories auf Lager hätte. Die sind aber eher auf meine schützemäßige Sprunghaftigkeit, oder positiv ausgedrückt, auf meinen Tatendrang zurückzuführen…dazu ein andermal 🙂

Ich werd meine nächste Yoga-Session mal dem Auffinden verlorener Lieblinge widmen. Möglicherweise profitiert Ihr davon.

Wünsche eine glückliche Restwoche!