Website-Icon Nikileaks

Review Winter oder Proportionen gekonnt proportionieren

Nachdem nun massiv der Frühling ausgebrochen ist, wage ich kaum einen Post mit Wintergaderobe zu bringen, aber im Grunde lässt sich das Prinzip ja genauso auf die kommende Frühlingsmode anwenden, also los geht’s…

Wir alle wissen, dass nur wenige Menschen die perfekten Proportionen haben. Die einen haben schmale Beine, aber ein bisschen Bauch und Po, die anderen haben kräftige Beine und einen schmalen Oberkörper und wieder andere sind so schmal, dass sie generell wenige Rundungen haben. Ich gehöre nebenbei bemerkt nicht zur letzteren Gruppe, denn ich habe im Verhältnis zu meinem schmalen Oberkörper, kräftige Beine.

Insofern versuche ich mit entsprechender Kleidung Proportionen zu zaubern, die weder Natur, noch Sport mir mitgegeben haben.

Einfache Faustregel: Oben schmal, unten weit und umgekehrt.

Oben schmal, unten weit

Trage ich also eine meiner geliebten Palazzohosen, die nicht optimal für meine Beinstärke sind, dann wähle ich oben herum einen schmalen Rolli, um nicht mehr Volumen aufzuhäufen:

Hose und Pullover Marc Cain

Die richtige Schuhwahl wären natürlich Schuhe mit Absatz, da ich die aber nicht tragen kann, sorge ich zumindest für ein bisschen mehr Beinlänge mit Plateausneakern, die ich gerne trage, um ein paar zusätzliche Zentimeter herauszuschlagen. Wer auch nur ansatzweise kräftige Beine hat, sollte bei der Palazzohose übrigens unbedingt auf die Stoffqualität achten. Diese sollte fließend sein, damit der Stoff nicht einfach ungünstig abstehen bleibt, oder nach dem Sitzen auch noch ungewollte Querstreifen hinterlässt.

Mantel J. Lindbergh, Schuhe Hogan

Notiz an mich selbst: ich liebe diese Hose. Unbedingt öfter tragen!

Auch bei einem weiten Rock bleibe ich oben herum schmal, um eine insgesamt schmale Linie zu erzeugen (im Grunde das Brautkleid-Prinzip – Korsage und ausladende Röcke zaubern Prinzessinnen Figuren).

Rock Max Mara Weekend, Pullover Marc Cain, Schuhe Redwing

Möchte ich gerne oben herum Oversize tragen, was ich absolut liebe, dann versuche ich unten herum schmal zu bleiben. Da mir Leggings nicht ins Haus kommen (da bin ich mir mit Guido ganz und gar einig), gehe ich in der Regel auf die Rock-Variante.

Oben weit, unten schmal

Neulich hatte ich überlegt, dass ich so gerne mal wieder meinen tollen ausladenden Windsor Pullover anziehen möchte und suchte nach Kombi Möglichkeiten. Im übrigen kommen meine Looks grundsätzlich so zu stande, dass ich gerne ein Teil tragen möchte, auf dass ich Lust habe (das können auch Schuhe sein) und das Oufit drum herum baue.

Herausgekommen sind 2 Looks, die beide dem Prinzip „Proportionen schaffen“ folgen. Nummer 1 ist die Variante mit schmalem Look.

Pullover Windsor, Rock Marc Cain

Variante Nummer 2 widerspricht eigentlich dem oben genannten Prinzip, denn der Tüllrock ist nicht wirklich schmal, hier habe ich die Proportion aber mit einem Gürtel um den Pullover geschärft.

Pullover Windsor, Rock Marc Cain

Die diesjährigen Winterpullis haben mich übrigens sehr hingerissen. Diese wunderbaren Grobstrickvarianten waren genau meins. Kein Wunder also, dass ich den Grauen unmöglich in Köln lassen konnte. Gestylt mit meinem Möchtegern-Lederrock und derben Boots (ein zusätzlicher Aspekt für optisch schmale Beine).

Pullover Daniels‘, Rock Boss

Nebenbei bemerkt sorgen auch Accessoires, die viel zu wenig Beachtung erhalten, nämlich Kopfbedeckungen für optimierte Proportionen. Je dicker und höher die Mütze, desto schmaler das Gesicht und der Rest. Ich sehe sehr häufig Frauen, die kleine, enganliegende Mützen tragen. Dadurch sieht jedes Gesicht kugelrund aus und der Kopf klein, im Vergleich zu überdimensioniert wirkenden Körpern. Achtet da mal drauf….

Gleiches gilt für Schuhe. Frauen mit kräftigen Beinen sollten sich dringend von Ballerinas (für die meines Erachtens das gleiche gilt, wie für Leggings) und allzu zarten Heels verabschieden. Ist doch klar, dass das die Proportionen zu Ungunsten der Beine verändert. Stattdessen ein paar fette Sneaker an die Füße, dann wirkt das Bein im Verhältnis schmaler, als in winzigen Schuhen. Die absolute Todsünde sind dicke Füsschen in High Heels, die oben ein wenig herausquellen. Ich nenne das liebevoll Marzipanfüsschen. Das geht wirklich gar nicht, mal abgesehen davon, dass das auch wirklich schmerzhaft sein muss…

Zusammengefasst: Da keine von uns den optimalen Körper hat, so wie keine von uns die Haare hat, die sie verdient hätte (Ich will fette Locken!!!), gibt es günstige Kombinationen, die uns näher zu den Proportionen bringen, die wir uns wünschen. Und zwar durch geschickte Ablenkung. Wir lenken den Betrachter einfach weg von unseren „Schwachstellen“ und betonen einen anderen Teil unseres Körpers.

Allerdings und dass möchte ich mal ernsthaft betonen, ist einfach auch nicht jede Mode für jeden Körper geeignet. Wirklich kräftige Frauen sollten sich von Oversize und Palazzohosen fern halten, denn das Endergebnis wird immer kastig ausfallen. Ich persönlich werde mich mich auch in dieser Saison weiterhin von hübschen schmalen Schuhen fernhalten. Was nicht passt, kann nicht passend gemacht werden.

Ich lasse Euch nochmal einen kleinen Gruß vom orangenen Bibo da (oben weit, unten schmal).

Jacke Stand, Rock Marc Cain, Schuhe Dr. Martens

Zaubert Euch die richtigen Proportionen 💖

Die mobile Version verlassen