Eine der schönsten Liebesszenen der neueren Kinogeschichte und mein Hang zu Klassikern

Natürlich liegt es daran, dass ich eine glühende Verehrerin von Jane Austen bin, aber der Film Stolz und Vorurteil mit der unvergleichlichen Keira Knightly, die für die Verkörperung historischer Gestalten wie gemacht scheint, ist sehr frei nach dem Buch interpretiert und wird sicherlich jeder romantischen Seele gefallen.

Der Satz:

You have bewitched me…

mit dem sich der vermeintlich stolze Mr. Darcy der vorurteilsbehafteten Miss Bennet ausliefert, sollte für meine Begriffe so legendär sein wie:

Ich schau Dir in die Augen, Kleines

Ich habe das Buch bereits mehrfach in der Übersetzung und im Original gelesen und schätze die wahrhaft komplizierte, aber doch so unvergleichlich zartfühlende Liebesgeschichte, wie niemand, außer Jane Austen sie komponieren konnte.

Und richtig schön wird lesen, wenn man die detailverliebten Ausgaben der Büchergilde in den Händen hält.

Besonders gerne gehe ich in die Wiesbadener Filiale. Ein super schöner, vollgestellter, gemütlicher Laden, der jeden Hugendubel und Co weit in den Schatten stellt.

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Hier ist die Beratung noch persönlich und die dortigen Mitarbeiter haben die meisten der Bücher, die sie vertreiben auch tatsächlich gelesen. Ich bin immer wieder völlig fasziniert, wenn sie mir von 20 Büchern die genauen Inhalte erzählen können! Ich selbst vergesse immer das meiste, merke mir nur: ‚fand ich super‘ oder ‚ging so’… nach einer Weile kannten die Damen auch genau meinen Geschmack und haben mir Bücher empfohlen, auf die ich selbst gar nicht gekommen wäre. Immer wieder schön, dort ein dreiviertel Stündchen zu verbringen und zu fachsimpeln 😉

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Wenn Ihr noch ein Weihnachtsgeschenk für echte Romantiker sucht, dann greift doch mal zu einem Klassiker. Ich versinke jedenfalls regelrecht in der sprachlichen Gewandheit längst verstorbener Autoren wie Austen, den Brontës,  Dickens, Woolf  und vielen mehr.

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Natürlich mag ich auch neuzeitliche Autoren, aber gerade was die Liebe betrifft, sind die Klassiker doch einzigartig, denn die Annäherung Liebender erfolgte in diesen Tagen erst nach langem Werben, in zumeinst wunderbar blumigen Worten und über 1000 verschlungene Pfade, ohne, dass es zu irgendeiner Berührung kommt. Mich bringt das zum träumen.

Gäbe es Zeitreisen, so reiste ich ins ausgehende 18. Jahrhundert. Ein bisschen Puder und ein paar Rotweine später versänke ich sicherlich auch in den Fängen eines Edelmannes. Wer will schon in sekundenschnelle zum nächsten Date gebeamt werden, wenn eine dreistündige Kutschfahrt einen zum Tee zum Nachbaranwesen bringt 😉

Bleibt romantisch!